Dienstag, 26. Juli 2016

Die Operation

Die Operation

mein zweiter Geburtstag

Am 01.09.08 war es dann soweit. Endlich sollte mein Hals wieder zusammen geschraubt werden.
Der ursprüngliche Plan war eine Operation von 1,5 Stunden, in der mir eine Platte ins Genick eingesetzt werden sollte. Auf der einen Seite wollte ich endlich wieder aufstehen und laufen können. Nur hatte ich auch eine riesige Todesangst vor der OP. Diesmal war mein Vater da und sollte mich vor der OP unterstützen. Ich bekam direkt die berühmte "Scheißegal-Tablette" und war dementsprechend drauf. Mein Papa sagte immer wieder, es würde schon alles gut gehen. Anschließend verabschiedete er sich und ich wurde in einen Raum geschoben und an Kabel angeschlossen. Hier verging die Zeit viel zu langsam. Ich dachte schon ich wäre vergessen worden und war weggedöst, erwachte dann aber von einem stechendem Schmerz in meinem Hals. Vermutlich wurde ich gerade intubiert. Ich schlug um mich und versuchte mich zu wehren, dann war ich wieder weg.

Ich konnte nichts spüren oder sehen... auch die Augen öffnen konnte ich nicht. Bewegungslos hörte ich eine Stimme: "Das geht so nicht, sie muss länger schlafen".
Ich hatte das Gefühl nach nur fünf Sekunden sagte dieselbe Stimme "Jetzt ist es ok, wir können sie zurück in ihr Zimmer bringen". Noch immer konnte ich mich nicht bewegen, geschweige denn was sagen. Mein Bett setzte sich in Bewegung und ich spürte wieder etwas: Einen starken Schmerz jedesmal wenn mein Bett über einen kleinen Wiederstand holperte. Vor Schmerzen stöhnte ich auf aber es kamen nur ganz merkwürdige Geräusche aus mir heraus. Es hörte sich an wie ein schreckliches Krächzen.
Der Rest des Tages war dementsprechend gelaufen. Ich habe wirklich nichts und niemanden mehr mitbekommen. Reden war nicht möglich, nur krächzen. Meine Beine kribbelten stark, meinen linken Fuß konnte ich nicht spüren, aber immerhin hatte ich die Operation überlebt.

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